Eine grandiose Uferpromenade der Garonne, Wasserspiele, kleine Gässchen, leckeres Essen, Kultur und Wein malten uns ein Grinsen ins Gesicht.
Als dann meine Handtasche mitsamt Kamera, Geldböse, Papieren....geklaut wurde und wir von der französischen Polizei erst beschimpft wurden und durch die halbe Stadt zur Polizeistationen rennen mussten, betrachteten wir manches nüchterner. *Un petit café s'il vous plaît* - einer der Praktikantenkollegen versuchte den Polizisten hinter der Rezeption etwas aufzuheitern....als dieser nicht reagierte *et un pain chocolat...* Das Einzelverhör auf französisch war anstrengend, aber der Beamte war im Endefekt doch ganz nett. Jetzt war uns auf jeden Fall allen bewusst was Klauen in Südfrankreich bedeutet und auf die Wertsachen wird von nun an besser aufgepasst!
Ansonsten ist Bordeaux eine wundervolle Stadt und wir hatten ein tolles Hostel - ein hoch auf das "Vierer Matrazenlager"!
http://de.wikipedia.org/wiki/Bordeaux
Saint Emilion, nordöstlich von Bordeaux gelegen, was ich bislang nur aus dem Weinkeller kannte, steht zudem auch auf der Liste des Unesco Weltkulturerbes.
"Schon zur Zeit der römischen Herrschaft wurde in Saint-Émilion Wein angebaut. Selbst der Dichter Ausonius, nach dem auch Château Ausone benannt ist, betätigte sich dort als Winzer. Die Stadt selbst in ihrer jetzigen Lage und Form wurde im 8. Jahrhundert von einem Eremiten gleichen Namens gegründet.
Saint-Émilion war eine wichtige Etappe für Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Historisch bedeutend ist eine noch erhaltene Felsenkirche, die ganz aus dem Kalkstein herausgehauen wurde. Heute sind in der Region Saint-Émilion ca. 5200 ha mit Reben bestockt, die auf ca. 1000 Weinbauern verteilt sind." (wiki)
Wir hatten sogar die Möglichkeit nach eine ganz kleines Weingut zu besichtigen, in dessen Cave jährlich nur 9000 Flaschen exklusiven Rotweins produziert werden. Der jenge Wein hat auch einen stolzen Preis von 35€, alte wandern auch schnell in den vierstelligen Bereich. Anschließend vernaschten wir Feigen frisch vom Baum in den Weinbergen und blödelten in der Sonne, genossen Ruhe und eine grandiose Aussicht, die sich mit dem privat Schlüssel des Kirchturms aus noch 100 mal besser erwies! Man konnte einfach alles ringsrum überblicken - ein Chateau am anderen! Nach einem Spaziergang durch das kleine Städtchen, die autolosen Gassen mit den kleinen Lädchen folgte eine ausgiebige Weinprobe im Weinladen meines Airbus Kollgens - merci encore! Formidable - wir durften sogar einen 1986 roten verkosten, ein ziemlich guter Jahrgang.
http://de.wikipedia.org/wiki/Saint-Emilion
Damit einem nicht langweilig wird gehört zu Wein und sehr guter französischer Küche (Fondant!!!) auch immer ein wenig Abenteuer, Bewegung und Sport. Unser Ziel hieß Dune du Pyla!
"Die Dune du Pyla (auch Grande Dune du Pyla oder Dune du Pilat) an der Atlantikküste bei Arcachon (Frankreich) ist die größte Düne Europas. Sie hat einen Nord-Süd-Verlauf und ist bis zu 117 Meter hoch, 500 Meter breit, etwa 2,7 Kilometer lang (geschätztes Volumen 60 Millionen Kubikmeter) und liegt an der Meeresöffnung des Bassin d’Arcachon, südlich des Städtchens Arcachon und des Vorortes Pyla sur Mer, gegenüber von Cap Ferret. Auf der Westseite (zum Meer) hat sie eine Steigung von zwischen 5° und 20°, die Ostseite fällt stark ab (30° bis 40°)." (wiki)
Mit einem riesen Frühstück im Gepäck hieß es bergauf durch die steile Sandflanke! Oben angekommen wussten wir die Strapaze zu schätzen, denn der Ausblick ist einfach genial. Meer, Segelboote, Jetski auf dem Wasser, Paraglider.... was das Herz begehrt - im Sand liegen und einen frischen O-Saft trinken...irgendwann hieß es dann an den Händen nehmen, Badesachen an und dann auf einen Streich die ganze Düne bis zum Wasser runterlaufen. Das Anhalten endete in Purzelbäumen, da die Düne wirklich abartig steil ist. Super spaßig wars dann natürlich auch in das rauhe Nass und die tobenden Wellen des Atlantik zu springen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dune_du_Pyla