800m Siegeslauf für unser Department...vor und hinterher Nasenspray und Hustentropfen - gelohnt hat sichs! Preis war eine Trainingsjacke.
Freitag, 31. Oktober 2008
31.10.2008 Leichtathletik - Industrial Engineering Department
800m Siegeslauf für unser Department...vor und hinterher Nasenspray und Hustentropfen - gelohnt hat sichs! Preis war eine Trainingsjacke.
Montag, 20. Oktober 2008
18.10.-19.10. 2008 Auf der Mauer auf der Lauer sitzt ne kleine….
Der Weg: Mensa zur Nahrungsaufnahme und mit großen Rucksäcken ausgestattet – Isomatte, Schlafsack und manch einer sogar mit Zelt – radelten wir mit dem Rad gen Westtor der Uni um von dort aus quer durch Peking einen Bus zu nehmen (1.5 Stunden), anschließend 4 Stunden Fahrt mit dem Fernbus Richtung Nordost, mit Chinesischen Taxifahrern verhandeln und das letzte Stück nach Jinshanling fahren. In der Dämmerung gen 6 pm wagten wir den Aufstieg zur Mauer nach 120 km und 6 Stunden Fahrt! In flottem Tempo fanden wir dann circa 1 Stunde später mit Taschenlampen ‚unsere Ruine’ – einen alten Wachtturm, in dem wir unser Basecamp aufschlugen.
Die Tapserei im Dunkeln auf der Mauer war beizeiten etwas unheimlich, da wir auf dem unrestaurierten Teil unterwegs waren und im Prinzip alles eine Ruine ist. Steine und Holz fürs Feuer suchen: von Turm springen, im Steilhang alte Mauersteine sammeln und Gestrüpp und Dornenbüsche sammeln – es brannte nach viel Mühe auch ohne Zunder ganz gut! Hände entdornen, Raubtierfütterung…und irgendwann genossen wir einfach nur noch die Ruhe und Stille der Nacht unter der Milchstraße. Die einen legten sich dann in ihre Zelte, andere
bevorzugten das Sternenzelt.
Die Landschaft ist wundervoll und die Kletterei machte allen sehr viel Spaß. Nach 2 weiteren Stunden Fußmarsch kamen wir in Simatai an, nachdem wir einen See
über eine Hängebrücke passiert hatten. Hier gings dann erst richtig los. Während sich 7 Leute für Sonnenbaden am See entschieden, beschlossen wir zu zweit einen Aufstieg zur Himmelsleiter. 12 weitere Wachtürme, 70 Grad Steigung, nur Stufen und schwere Rucksäcke! Eine schweißtreibende Angelegenheit, die sich jedoch bezahlt machte – wir genossen eine Traumaussicht und viele Chinesen die uns bewunderten – wir durften uns mit peace Zeichen und Smileys von vielen Chinesen abbilden lassen. Der Abstieg ließ sich auch deutlich in den Muskeln spüren. Unten warteten dann aber schon Taxifahrer und gekühlte Cola auf uns.
Das Beste war allerdings die 1 Mann Seilbahn, die uns ca. 900m von Berg ins Tal beförderte. Einer nach dem andere mit einem einfachen Klettergurt und Karabiner und Rucksack – Doppeltsicherung, was ist denn das? Ein super Abendteuer – ein Amerikaner vor uns meinte: „tell my mummi I love her and did something very stupid dying“ – er kam wie wir gut gelaunt unten an! Von dort aus gings mit einem Motorboot weiter zum Parkplatz und nach einiger Zeit ChinesischenVerhandlungen hatten wir auch 2 Taxen die uns bis ans Uni Tor der Tsinghua fuhren, in Rekordzeit von nur zweienhalb Stunden! Zurück kamen 9, um viele Erfahrungen reichere, glückliche Abenteurer…leider waren Eike und Maik nicht dabei!
Donnerstag, 16. Oktober 2008
15.10.2008 Stromausfall an der Tsinghua
In den sehr sehr frühen Morgenstunden des 15.10. wurden wir dann doch noch einmal daran erinnert, dass wir uns zwar in einem hochtechnisierten Land befinden, aber die Qualitätsstandards auch in der Infrastruktur nicht sehr ambitioniert sind. Gegen ein Uhr morgens ging einfach das Licht aus - kompletter Stromausfall. Alle umliegende Gebäude waren auch dunkel, ein seltener Anblick. Auch das Internet ging nicht mehr, also weg vom PC (siehe Foto, mein Zimmer während eines Stromausfalls) und ab zur Blackoutparty bei Alex. War sehr amüsant, was störte war, dass der Bierautomat keine Notfallversorgung hat..
Donnerstag, 9. Oktober 2008
08.10.2008 Botschaftsempfang zum Tag der Deutschen Einheit
Geladen waren 2000 Gäste, sowohl deutsche aus Peking als auch eine ganze Reihe von ausländischen Vertretern aus Peking. Christian Wulff war mit einer Delegation aus Politik und Wirtschaft als Gast zugegen. Soweit die Fakten.

Am Ende des Abends (Champus war leider schon alle...) hatten wir noch die Gelegenheit etwas länger mit dem Botschafter zu plaudern. Sehr interessant und informativ.
So ein Leben als Botschafter ist auch nicht das schlechteste. Gerade nicht in Peking, seiner Aussage nach die interessanteste deutsche Vertretung überhaupt.Montag, 6. Oktober 2008
01.10 - 05.10.2008 Shanghai - Urlaub hoch fünf

Shanghai war supi, viel wärmer als hier. Aber auch viele Menschen wie ich sienoch nie in meinem Leben auf einem Haufen gesehn habe!
Die Nachtzugerfahrung war für uns eine positive Überraschung, 4-er Kabine, ein weicheres Bett als in der Uni und alles frisch bezogen. Zuerst haben wir noch Rätselraten gespielt uns aber dann doch fürs Schlafen entschieden, zu fünft in einer Vierkabine, Fritz hatte beschlossen die Gepäckablage als Koje zu benutzen.
Morgens in Shanghai angekommen haben wir erstmal nach langem hin und her eine Rückfahrkarte nach Peking ergattert. Unser Hostel in Shanghai war etwas außerhalb aber für 6 € die Nacht genial, wie ein ziemlich gutes Hotel! Sogar mit einer richtigen Dusche ;)da wir um 10:00 schon mit Hostel-einchecken und allem fertig waren gings los durch die U-Bahn die Stadt erkunden. Wir hatten alle keinen Plan nur den lonely Planet, die kleine Bibel ;) Durch das Menschengewusel fanden wir schließlich an den Fluss um am Wasser zu flanieren - dachten wir zumindest. Um dem Tumult zu entgehen habe wir uns für eine Bootsfahrt entschieden und Fotos geschossen. Das Städtewachstum wurde von da aus richtig klar - ein Wolkenkratzer nach dem anderen der wie eine kleine Blume aus dem Boden sprießt und im Zeitraffertempo gen Himmel schnellt! Teilweise sind die Gebilde wirklich hässlich, besonders in den ärmeren Vierteln wo seit längerem keine Hutongs mehr stehen. Danach hats uns in die Altstadt verschlagen. Der Weg dorthin führte durch Armenviertel, wo die Menschen glücklich zu sein schienen obwohl sie buchstäblich auf der Straße lebten.
Eine Frau duschte sich in einer Seitenstraße, Kinder spielten, nebenan wurde Essen verkauft, gekocht, gegessen, geschlachtet...gelebt! So einfach und doch funktionierts! Das Straßenessen war auch wirklich lecker, Reis mit Gemüse und Baozi (Fleischblällchen in Teigfüllung )! Abends waren wir in Shanghais Hyatt in der Skybar und der Pino Bar und haben, Cocktails nippend und Jazz hörend, ein Feuerwerk bei bester Aussicht über die gesamte Stadt von oben betrachtet. Wundervoll.. aber halt völlig westlich und unter den reichsten Chinesen.
Am nächsten Morgen früh raus, um in Eikes Yuyuan Garten zu gelangen. Nach stundenlangem irren und wirren durch Hutongs, Baustellen und andere vermeintliche Gärten und völlig überladene Straßen und Gassen folgten wir schließlich Kompass und Instinkt, befragten ein paar Polizisten mit Dolmetscherhilfe und fanden schließlich den Weg zum *geheimen Garten*. Durch den Eintrittspreis wurde die Spreu vom Weizen getrennt und wir konnten einigermaßen in Ruhe chillen…das Wasser, Bäume und Tempel genießen und entspannen. Nach dem Frühstück im Hostel: Bohnensuppe, Baouzi, Müsli und O-Saft aßen wir dann irgendwann bei McD Geheimfavorit wurde der hot Chicken wrap – lecker – die einen haben eben andere Essesvorlieben als andere. Abends waren wir im Westlichen reichen Viertel in Bars, waren aber überhaupt nicht begeistert und haben uns für eine Runde Billiard im Hostel und ein bisschen chillen entschieden, nachdem wir anstatt in einen Kneipe in einem Tanzlokal gelandet waren…ohohohoh!! Ausschlafen und irgendwann, als dann mal alle wach waren fuhren wir zum Peoples Square und stürzten uns in die Welt des Konsumrausches – einer erfolgloser als der andere!

Einstecktücher und Kleid waren unauffindbar und so pilgerten wir zum nächtlichen Bund, dem alten wunderschönen Kolonialen Teil Shanghais um die Pugonger Skyline nochmals abzulichten. Im Geleit von 3 Chinesen gelangten wir auf der Suche nach einer Kneipe immer weiter ab vom Kurs, seilten uns nach einer Zeit ab und gelangten in den ‚coolsten Club’ direkt am Wasser, den wir zuvor von der Uferpromenade aus gesehne hatten. 6. Stock, altes Bund Haus, Dachterrasse mit Blick auf die Skyline über Pudong. Fast nur Langnasen, 10/15€ Eintritt und alle Getränke for free..jap! Westliche Musik, westliche Leute, nichts erinnerte mehr an China, es war alles irgendwie surreal. Eine Stadt die Westlich ist, Westlicher und reicher als der Westen, Ferraris vor der Tür und zugleich so arm. Das war für mich unverständlich. Morgens esse ich auf der Staße unter armen Chinesen, Abends lebe ich im Luxus unter dekadenten Westlern...ja, das Leben ist manchmal schon ziemlich krass! Am nächsten Morgen heiß es Koffer packen, viel Wasser trinken :P und ins History Museum gehen, was uns dann unser Erlebtes einordnen lies! Gerne hätte ich das Shanghai von vor 100 Jahren erlebt.
Mittagessen, Hostel, Bahnhof – notgedrungen ein letztes Mal unser Notmenüe einnehmen um die Fahrt im Soft Seater nach Beijing mit 10 Stunden Zugfahrt auszuhalten. Die Sitze waren supi, mehr platz als in der ersten Klasse in Deutschland, das Neonlicht brannte allerdings die ganze Zeit. Morgens stiegen wir dann bei blauem Himmel und sehr kalter trockener Luft in Peking aus dem Zug und eilten zum Visa Office - endlich fertig!! JUPPPII, dann schnell in die Vorlesung, Mittagessen, Group work…