Montag, 20. Oktober 2008

18.10.-19.10. 2008 Auf der Mauer auf der Lauer sitzt ne kleine….

Samstag morgen – 11 Uhr Treffen im Foyer mit 7 Jungs und 2 Mädels! Unsere Mission: Beijing - Jinshanling – Simatai – Himmelsleiter – and back!











Der Weg: Mensa zur Nahrungsaufnahme und mit großen Rucksäcken ausgestattet – Isomatte, Schlafsack und manch einer sogar mit Zelt – radelten wir mit dem Rad gen Westtor der Uni um von dort aus quer durch Peking einen Bus zu nehmen (1.5 Stunden), anschließend 4 Stunden Fahrt mit dem Fernbus Richtung Nordost, mit Chinesischen Taxifahrern verhandeln und das letzte Stück nach Jinshanling fahren. In der Dämmerung gen 6 pm wagten wir den Aufstieg zur Mauer nach 120 km und 6 Stunden Fahrt! In flottem Tempo fanden wir dann circa 1 Stunde später mit Taschenlampen ‚unsere Ruine’ – einen alten Wachtturm, in dem wir unser Basecamp aufschlugen.

Die Tapserei im Dunkeln auf der Mauer war beizeiten etwas unheimlich, da wir auf dem unrestaurierten Teil unterwegs waren und im Prinzip alles eine Ruine ist. Steine und Holz fürs Feuer suchen: von Turm springen, im Steilhang alte Mauersteine sammeln und Gestrüpp und Dornenbüsche sammeln – es brannte nach viel Mühe auch ohne Zunder ganz gut! Hände entdornen, Raubtierfütterung…und irgendwann genossen wir einfach nur noch die Ruhe und Stille der Nacht unter der Milchstraße. Die einen legten sich dann in ihre Zelte, andere
bevorzugten das Sternenzelt.


Um 6 Uhr ging dann der Wecker, zum Sonnenaufgang hatten wir allerdings noch einige Zeit und betrachteten die Nebelschwaden über der umliegenden Bergen und Tälern und lauschten dem Vogelgezwitscher. Die Sonne brach wie ein Feuerball hinter den Bergen hervor und verwandelte den gesamten Horizont in wundervolle Rottöne und ließ den Nebel schwinden. Als wir zum Zeltplatz zurückgekehrt waren, erschien eine Frau, die erstmal unseren Tickets einen roten Stempel verpasste und allem Anschein nach nicht mit der Camping Situation einverstanden war. Wir fingen an zu packen und erschraken ziemlich, als dann noch ein Mauerwächter auftauchte und uns über Regeln aufklärte! Mit sehr viel gutem Willen….unsererseits durften wir dann noch weiter und genossen einen wundervollen sonnigen stillen Tag auf den steilen, unrenovierten, verfallenen Mauerteilen.

Die Landschaft ist wundervoll und die Kletterei machte allen sehr viel Spaß. Nach 2 weiteren Stunden Fußmarsch kamen wir in Simatai an, nachdem wir einen See

über eine Hängebrücke passiert hatten. Hier gings dann erst richtig los. Während sich 7 Leute für Sonnenbaden am See entschieden, beschlossen wir zu zweit einen Aufstieg zur Himmelsleiter. 12 weitere Wachtürme, 70 Grad Steigung, nur Stufen und schwere Rucksäcke! Eine schweißtreibende Angelegenheit, die sich jedoch bezahlt machte – wir genossen eine Traumaussicht und viele Chinesen die uns bewunderten – wir durften uns mit peace Zeichen und Smileys von vielen Chinesen abbilden lassen. Der Abstieg ließ sich auch deutlich in den Muskeln spüren. Unten warteten dann aber schon Taxifahrer und gekühlte Cola auf uns.

Das Beste war allerdings die 1 Mann Seilbahn, die uns ca. 900m von Berg ins Tal beförderte. Einer nach dem andere mit einem einfachen Klettergurt und Karabiner und Rucksack – Doppeltsicherung, was ist denn das? Ein super Abendteuer – ein Amerikaner vor uns meinte: „tell my mummi I love her and did something very stupid dying“ – er kam wie wir gut gelaunt unten an! Von dort aus gings mit einem Motorboot weiter zum Parkplatz und nach einiger Zeit ChinesischenVerhandlungen hatten wir auch 2 Taxen die uns bis ans Uni Tor der Tsinghua fuhren, in Rekordzeit von nur zweienhalb Stunden! Zurück kamen 9, um viele Erfahrungen reichere, glückliche Abenteurer…leider waren Eike und Maik nicht dabei!

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