Sonntag, 12. Juli 2009

Bye Bye Beijing

Ein kurzes Lebeszeichen. Am 9.7.2009 kurz vor Mitternacht hieß es bye bye Beijing, 38 Grad und Sonnenschein.
10.7.2009 hello Düsseldorf, Regen und Kälte!

Sonntag, 3. Mai 2009

1. bis 3. Mai - "Urlaub in Peking" - Verbotene Stadt, Himmelstempel, Kultur, Chinesische Mauer Jiankou - Mutianyu

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Besuch! Bei Nieslregen sahen der Tainanmen und auch die verbotene Stadt ganz anders aus - unzählige Chinesen, die den Locations mit ihren buten Regenschirmen einen ganz andren Flair verpassten. Leuchten Farben bekamen wir stäter auch durch die Sonne, den riesigen Menschenmassen der Mai week konnten wir durch den Aufstief auf den Jingshan Park ein wenig entfliehen und den Blick über die Stadt genießen. Abends gings dann mit einem ganzen Pulk Aachenern in ein Japanisches Restaurant wo uns für einen stattlichen Preis wohlgemerkt ein einfach geniales Essen vor unseren Augen bei all you can eat and drink zubereitet wurde. Sushi, Austern, Garnelen, Steak, ...Gemüse, Nachtisch...und das ganze auf Rotwein, vor der Nase von 2 Köchen zubereitet - ein Augen- und Gaumenschmaus zugleich.

Am nächsten Tag musste ich meinen Uni Pflichten etwas folgen, Vorräte einkaufen und mich auf den Weg ins Krankenhaus machen, die Schweinegrippe ist nun auch hierzulande zu finden...
Mittags wurden wir dann vom Feiji Shifu (Fahrer) abgeholte um nach Jiankou zu fahren - danke Jörn nochmal. Nach Stau kamen wird erst nach 4 Stunden am Zielort bei Sonnenuntergang an, den veranschlagten Aufstieg durch Bauerdörfer fanden wir mit Hilfe einiger anderer Wanderer - steil bergauf - und brauchten dann nur 35 Minunten anstatt einer Stunde. Die sportliche Leistung machte sich dann bemerkbar. Direkt unterhalb vom höchsten Turm hieß es Zelt aufschlagen, Feuerholz sammeln, Feuer machen, Essen, Trinken und mit ein paar Chinesen quatschen, die uns Geschichten von den Mauergeistern und Wölfen erzählten, die einer von Ihnen gesehen hatte... herzlichen Glückwunsch! Jedes Knistern des Windes hätte ein Wolf sein können, schlafen konnte ich nicht! Dafür war der Sonnenaufgang einfach ein Traum! Wolkenlos, milde angenehme Temperatur, Vogelgezwitscher, ein paar chinesische Fotographen, Stille, Weite, Schönheit der Natur...
Den weiteren Weg bis nach Jiankou - ungefähr 2 Stunden Fußmarsch über die wilde, unrestaurierte Mauer, auf der Büsche und Bäume wuchsen sahen wir keinen Menschen, nur Adler und andere Vögel, Eichörnchen, Schmetterlinge die in der Sonne tanzten...eine geniale Aussicht, Sonne, Wärme und blauen Himmel. Um 9 morgens waren in Mutianyu auch schon chinesische Tourigruppen im Anmarsch - wir hüpften in ein Taxi zur Bushaltestelle nach Peking...dort hieß es dann noch was leckeres Essen und dann - Ciao - "Urlaub" finito!

Samstag, 25. April 2009

Forbidden Love - Peking Oper

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Forbidden Love
ist eine moderne Peking Oper Produktion mit einer Besetzung, Kostüme, Musik und Choreographie nach internationalen Standards.
Eine klassisch chinesische Geschichte mit High Tech Ausrüstung wie englische Übersetzungen der Texte. Während die Geschichte schnell voranschreitet, besteht der Hintergrund aus Video Pannels die dramatische Szenen und Landschaften darstellen.

Forbidden Love ist ein Volksmärchen, das in ganz China bekannt ist. Durch eine jahrtausende lange Kultivierung des Mount Nan geprägt, entschließt sich der Schlangengeist - in weiblicher Form als Lady in White, unter das menschlische Volk zu mischen. Sie und ein junger Mann Namens Xu Xian verlieben und sind heiratet. Nach einigen glücklichen Jahren, der Gründung und Arbeit in einer gemeinsamen Apotheke taucht ein durchsetzungsfähiger und überzeugender Mönch Fahai auf, der die Beziehung eigentlich zerstört, den Kontakt der Liebenden verbietet, Xu, der nichts vom Schlangendasein seiner Frau wusste, auf sein Bergkloster nimmt...im Endefekt ist die Liebe dann doch stärker als die Konventionen...

Für uns war die Darstellung seht gewöhnungsbedürftig, insbesondere die hellen, schrillen und hohen Töne, die die Darsteller von sich gaben. Insbesondere die Kostüme sowie die Akrobatikdarbietungen waren beiendruckenend - Dank unseres Profs. of Chinese Culture and Society war uns auch der Eintritt zu erschwinglischen Preisen möglich!


Freitag, 24. April 2009

NRW Jazz in der Verbotenen Stadt!


Am gestrigen Abend war anstatt wöchentlichem Vortrag und Laufen mal ein bisschen Musik angesagt. Bestimmt nicht irgendeine Musik! Werbung auf der Botschaftsseite - NRW JugendJazz Orchester und das ganze in der versteckten Forbidden City Concert Hall in Peking. Einfach am Tiananmen West aussteigen und dann westlich der Verbotenen Stadt mit Regenschirm überm Kopf in den Zhongshan Park mit seinen vielen Blumen "verschwinden"...
Grandioso! Die 3 deutschen Sängerinnen ließen sich es auch nicht nehmen, neben englisch und portugisisch auch mal ein chinesisches Lied zu singen - eine Zuschauerin durfte dann auch mal! Tobende Menge im Konzertsaal, Musiker die mit dem Saxophon ein Bad in der Menge genießen, Schlagzeug Soli - ich war mit ein paar Mexikanern da - man merkt immer wieder, egal welche Sprache, ob jetzt chinesisch, englisch, deutsch oder spanisch - Musik ist eine universelle Sprache... Unser Botschafter mit Sohnemann ließ sich die Verstaltung auch nicht nehmen...


Aachen siegt im Uni - Ranking (WiWo)

...dann haben wir ja alles richtig gemacht!

Ankündigung: nach unserem Journalisten Tag letzten Dienstag mal eine kleine Vorwarnung!
Demnächst müsste ein Kurzfilm in der WDR Lokalzeit über vier Pekinger Studenten aus Aachen an der Tsinghua Universität zu sehen sein!

Liebe Grüße aus Peking - insbesondere an die Leser ausm Ländle!

Montag, 30. März 2009

Berg, Stadt und Tonfiguren - Huashan, Xian und Terracotta Armee

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Donnerstag, 26.3.2009, 21:48 Peking West Railway Station - 4 RWTH Studies fahren für 231 RMB mit dem Nachtzug 14 Stunden nach Huashan. Ziel: Bergbesteigung.
Selbst Ohropax halfen bei den chinesischen Schnarchern im offenen Hardsleeper Abteil nicht mehr. Mit Rucksäcken gewabnet kamen wir am Freitag morgen bei Regenwetter an. Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken hieß es Proviant kaufen und ab auf den Berg, an die 5000 Stufen empor, volles Programm. Kriminelle rutschige, nasse Stufen, in den Fels gemeißelt, beizeiten hätte ich mir einen Klettergurt und Karabiner gewünscht, aber wie heißt es so schön: No Risk No Fun! Immer weiter die Himmelsleiter empor, durch Schnee und Nebel. Dick eingemummt stiegen wir langsam höher und höher, an unzähligen Schössern vorbei, die hier als Glücksbringer gelten. Wir Mädels assen frische Gurken der Bergbewohner und Schoki rettete unseren Tag. Durch das schlechte Wetter waren die gewaltigen Felswände völlig im Nebel verhüllt, sodass wir von der grandiosen Aussicht leider nicht viel mitbekamen...Nordgipfel, kalt, nass...beschlossen wir dann gegen 17 Uhr wieder an den Abstieg zu denken - die Gondel.
Minibus ins Dorf, da den letzten Bus erwischt ins 120 km entfernte Xian. Ins Hostel, Dorm...
Das Hostel direkt am Südtor gelegen war wunderschön und sauber mit Innenhof, Restaurant und Bar. Nach einer Portion Pasta noch was trinken und totmüde ins Bett.
Samstag Bing Chaukeli (Schoki Pfannkuchen) und Obstsalat, Zugtickets kaufen und ab zur Terracotta Arme, wo uns eine andere Gruppe internationaler Mitstudies begegnete. Die Tonsoldaten waren in 3 riesigen überdachten Hallen verteilt, sehr viele der Ausgrabungen sind wieder verdeckt um die anfälligen Kunstwerke vor aggressivem Sauerstoff und Zerfall zu schützen. Man konnte erkennen, dass es trotz Nebensaison noch Tourihochburg ist. Die Ausmaße sind gigantisch... die Rückfahrt ging mit dem Bauernbus (wir hatten mal nicht auf den Lonely Plantet gehört) über die mit riesen Schlaglöchern und Matsch versehene Landstraße. Ob der Bus wohl umkippt...? Nachmittags war dann Essen im Muslimischen Viertel angesagt und Bummeln durch die dortigen Märkte und nächtlichen Gässchen. Ein wunderschöner Anblick mit den vielen bunten Farben und verschiedenen Gerüchen, die Verlockung an jeder Ecke etwas zu kaufen und die vielen Dracken die gen Himmel flogen. Abends im Hostel ein bisschen Socializing.
Sonntag war nach einem Swiss Müsli eine Fahrradtour auf der Stadtmauer angesagt. In der Sonne Radelten wir so um die Altstadt und hatten eine wundervolle Aussicht über die alten Viertel. Alles war dabei, Prachtbauten und Abrissbuden...Später gings dann in die Moschee und deren wundervollen Park, wo wir mit einem mutierten Goldfisch unsere Gaude hatten. Das malerische Künstlerviertel im Süden hat uns allen auch sehr gut gefallen, insbesondere die Menschen.
Ausschecken - 18:41 Nachtzug Hardsleeper Xian nach Peking...Montag Morgen Ankunft in Peking...

Mittwoch, 25. März 2009

Exkursion Logistiksystem Flughafen Peking Terminal 3

http://www.youtube.com/watch?v=B-R7U5pkDwo&feature=related%A0%A0

8:45 a.m treffen sich die RWTH Studies am Dong Bei Men - unserem Nordost Tor der Tsinghua Uni für eine Exkursion hinter die Kulissen des High Tech Pekinger Flughafen Terminals 3 - Danke für die Orga Patrick! Im Higer Bus ans Terminal - Sicherheitschecks, Anfertigen von Besucherausweisen...wir sind in China und alles dauert seine Zeit...
Als wir dann mit einem riesen Aufzug in den Untergrund des Flughafens fuhren hatte wir plötzlich einen ganz anderen Eindruck! Ein grandioses Logistik Gepäckfördersystem aus deutscher Hand - Siemens, Beumer...30000-40000 Gepäckstücke werden hier an einem normalen Tag abgefertigt, in der Hochsaison mehr als 50000. 360 Flüge täglich. Conveyor und high speed system vernetzt mit genialer IT - 48 km lang. Die Siemenscars sind für 70kg Kofferlasten ausgelegt. Bei Nationales Flügen wird das Gepäck in 7 Minuten vom Checkin zum Flugzeug transferiert, 20 Minuten dauert das bei internationalen Flügen aufgrund größerer Distanzen, Sicherheitscheks und Zollkontrollen. 3600 cars sind in den Normalzeiten im Einsatz, auf der high speed Strecke zwischen dem Check In und Abflugterminal, 2 km Länge, werden die cars riemengetrieben auf 8m/s beschleunigt. 170 Kameras überwachen alles, 200 Arbeiter im 3 Schichtbetrieb überprüfen und sind auf Instandhaltungs Standby. 2 komplett unabhängige Kontollräume, unzählige Ersatzcars, ein intelligentes System das Cars nur nach Bedarf einsetzt um Energie und Zeit zu sparen...das Daten 24 Stunden auf Standby hat, 6 Monate im backup speichert, das mit einem 10 Punkte Laser Scanner das Gepäch eincheckt, dieses mit barcodierten Cars koppelt, auf die richiten Cars genau zentral befördert durch Bandbeschleunigung...Unglaublich dieses System, einfach genial! Leitern hoch und runter klettern, wie im Klettergarten. Im Kontrollraum wurden wir dann vom Siemens Projektleiter und dessen IT Chef begrüßt, die wir erstmal auf alle genauen technischen Daten durchlöcherten. Das ganze wurde in unglaublichen 18 Monaten aufgebaut, getestet und freigegeben, mit nur 18 Expatriates und Chinesischen Facharbeitskräften die extra dafür in Nürnberg ausgebildet wurden! Und das alles unter dem größten Gebäude der Welt, nur für Olympia 2008!!!