Samstag, 22. November 2008

21.11.2008 - Skorpione schmecken wie Kartoffelchips...


Nach einigen Stunden Literaturrecherche für die Masterarbeit...das erste Mal wars möglich über den RWTH Server ins Netz zu gelangen. Mir war somit erstmal außer zu chinesischer Literatur auch der Zugang zu Englischer und Deutscher möglich! Himmel auf Erden...
Anschließend gings mit dem Rad im Eiltempo zu unsere U-Bahn Station nach Wudaokou, durch den Feierabendverkehr zum Agricultural Centre, weiter zu Lisas Tailor Shop nach Sunlitun. Kostüme anprobieren, ein paar Sachen am Schnitt ändern und modetechnisch beraten...



Wangfujing: Im Süden Pekings gelegen ist es einer der teuersten Einkaufsbereiche - ein riesen Shopping Mall neben dem anderen...von Fälschungen bis Burberry und Louis Vuitton, tutto! Im Wangfujing Bookstore haben wir gestern vergeblich versucht eine Englische oder zuminest für uns lesbare Landkarte oder ein erschwingliches Buch über unser nächstes Reiseziel Seoul zu finden...es war ziemlich lustig - mit Chinesisch, Englisch, Händen und Füßen.

Danach schlenderten wir in der Kälte durch die Pekinger Gourmet Ecke! Eine schier unendliche Essensstandreihe: Obst am Spieß, Fleisch aller Art, Innereien, Suppen, Wraps, Baozi, Jiaozi, Seegetier, Quallen, Schlange, Seidenraupen, Würmer, Seesterne und Skorpione. Seesterne fand ich etwas gewöhnungsbedurftig, die frisch gebratenen Skorpione, die eigentlich wie Kartoffelchips schmecken, waren jedoch um so besser!

Mit unserem Wagemut wurden wir aber auch gleich Fotoobjekt für Chinesen und Ausländer.



Hou Hai: Mit dem Taxi ans Seeviertel. Tanzende Chinesen, welche die uns unbedingt Laser pointer verkaufen wollten und Nein Danke einfach nicht verstehen wollten...kleine Lädchen, Restaurants und Kneipen im Houtong Viertel am Wasser...traumhaft schön! Aufgrund der eisigen Temperaturen setzten wir uns in eine Bar und lauschten einem Chinesischen Gitarristen...bei heißer Schoki.



Meine Rückfahrt alleine im Taxi war jedoch die Ernüchterung. Zuerst sagte der Taxifahrer zu meinem Tsinghua Daxue dong bei men (Uni und Tor) ja, aber dann sollte ich nach einer Zeit nach vorne kommen, was ich schön bleiben ließ! Er kannte den Weg nicht, fragte ständig wo er hinfahren solle...Nachts allein in Beijing...mit Ausweis, einem Studenten am Wegesrand, Telefon Hilfe und meiner Ortskunde fiel ich dann irgendwann mit einem ziemlich hohen Adrenalinspiegel happy und tot müde ins Bett.

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