Dienstag, 13. Januar 2009
Reisefieber!!!
vom 17.Januar bis zum 21.Februar 2009 bin ich duch China und Vietnam unterwegs. Der grobe Plan sieht folgendermaßen aus:
17.1.-21.1. Harbin: Skifahren Yabuli, Eisfest, Tigerpark
21.1. von Peking nach Huangshan
22.1. Bergbesteigung Huangshan
23.1. Hangzhou zurück
24.1. nach Guangzhou dann nach Hongkong
25.1.- 27.1. HongKong, Macao (Chinesisches Neujahr)
28.1. nach Guilin
29.1.-6.2. Karstlandschaften, Brücke, Miao Dörfer…
6.2. Guiyang nach Nanning
7.2.-14.2. Vietnam - Hanoi, Ha Long Bay…
15.2. Nanning nach Chengdu
16.2.-21.2. Provinz Sichuan
21.2. Chengdu nach Peking
Eine Reise in den verschiedensten Klimazonen, unsere Rucksäcke als ständige Begleiter: zu sechst, zu viert und zu zweit, je nach Etappe. Gepäckoptimierung ist grade das Thema, was brauchen wir wo! -30 Grad in Harbin und bis zu 25 Grad in Vietnam. Bei der Wahl unserer Fortbewegungsmittel mussten wir aufgrund des Chinesischen Neujahrsfestes einige Einschränkungen machen- ganz China reist und Zugtickets sind beinahe ein Ding der Unmöglichkeit, oder aber laut unserer Professoren: in einen Wagen für 100 Mann werden 200 gepfärcht, auf die Toilette zu gehen sollte man tunlichst nicht oder eben mind. eine Stunde vorher planen...Die großen Strecken werden per Luftweg erledigt, die anderen möchten wir zu Fuß, mit Zug, Bus und Taxen bewältigen. Die Nächte werde wir in Hostels verbringen, mit denen wir bisweilen in China ehr gute Erfahrungen gemacht haben. Die Gelegenheit mal was in den Blog zu schreiben, wird sich sicher auch finden. Bezüglich e-mails werde ich nur die hier im blog genannte Addy abrufen können.
Gerade sind wir alle noch ziehmlich mit der Uni sowie der Reiseplanung beschäftigt und freuen uns schon riesig auf diese spannende Reise, jeden Tag an einem anderen Ort und nicht so behütet wie an der Uni. Auf dieser Studienreise werden wir hoffentlich das echte China besser kennen und verstehen lernen!
Freitag, 19. Dezember 2008
圣诞快乐! Shèngdàn kuàilè! Frohe Weihnachten!
...so heißt das auf Chinesisch! Davon bekommen wir hier momentan allerdings nicht viel mit! Hier an der Tsinghua University geht’s rund. Wir RWTH Studies kommen grade fast nicht mehr aus dem Malochen,…Master Arbeit Proposal, Reports, Projekte und 2 Klausuren an Weihnachten! Was ist Weihnachten ohne Baum, Weihnachtsmarkt, Glühwein…? Wir werden aber in den Gottesdienst der Deutschen Botschaft gehen und hinterher in Schindlers Tankstelle etwas Deutsches Essen. Nach dem ganzen Reis eine sehnsüchtig erwartete Abwechslung...
http://www.vdi-nachrichten.com/_framework/VDIV_XMAS.html
Sonntag, 30. November 2008
27.11.2008 bis 30.11.2008 – Flug CA123 8:45 am Beijing Seoul – ca. 1000km – Flug CA124 13:05 pm Seoul Beijing
Früh aus den Federn und ab auf den Flughafen! In Seoul weiter mit dem Bus zum Öko Hostel! Nach dem ersten Schreck im Regen machten wir uns auf den Weg um die Stadt zu erkunden. Koreanische cuisine, Seouls Gassen und Straßen, die U-Bahn…Apple Store und dann die verzweifelte Suche nach einer Spa - in der Silloam Fomentation Sauna fällt dann langsam endlich der Pekinger Stress ab. 5 Stockwerke Badehaus – unten Geschlechtertrennung mit Dampfsaunen und Bädern und einem großen Waschsaal, den Bereich den die Koreaner noch tatsächlich zum waschen nutzen. Weiter oben, in Einheitskleidung, ein gemischter Saunabereich auf 3 Etagen mit allem was das Herz begehrt sowie Schlafbereichen. Nach 4 Stunden Entspannung wagten wir uns zu Fuß über den nächtlichen Namdeamun.Market und naschten einheimische Köstlichkeiten aller Art – meist Meeresgetier.
Am nächsten Tag vergaßen wir prompt die Stunde Zeitverschiebung und mussten bei Dunkin Donats frühstücken. Der amerikanische Einfluss ist gigantisch! In der Sonne genossen wir anschließend einen Spaziergang durch eine alte Tempelanlage und Paläste und deren Park, (Changdeokgung, Changgyeonggung, Jongmyo) fütterten Eichhörnchen und hörten nach dem Pekinger Lärmpegel zur Abwechslung Vogelgezwitscher und atmeten frische eisige Luft. Nach einer kleinen Shopping Einlage gings weiter quer durch die Stadt, vorbei an historischen Gebäuden und modernsten Bauwerken bergauf gen Namsan Seoul Tower. Schmale Gässchen die an die Schweiz erinnerten…nach einem flotten Aufstieg konnten wir von 840m Höhe auf den Tower fahren und genossen von dort einen gigantischen Rundumblick über die gesamte Metropole. Wasser, Berge, Häuser sowie große Parks mit alten Tempelanlagen prägen das Stadtbild. Wunderschön! Immer noch nicht kaputt….ab in die U-Bahn und in den Süden, wo wir in Itaewon auf All That Jazz stoßen. Die allzu unscheinbare Bar entpuppte sich als krönender Abschluss! 2 Lifebands mit Improvisationen….tobende Koreaner und Langnasen und ich vergaß völlig, dass ich mich grade in Asien befinde!
Day Three - ausschlafen! In einem sehr guten Restaurant gabs Garnelen, Wraps, Gemüse und Reis…an der Straße anschließend Meeres-Spezialitäten und süße Pfannküchle! Vorbei an Tempeln, Kaufhäusern, dem Regierungsdistrikt und viel Polizeiaufmarsch gabs Kaffee und anschließend wieder Kultur. Ein Park (Deoksugung Palace) mit uralten Tempeln und Toren sowie 2 Gebäuden aus dem Kolonialstil im Herzen der Stadt erschienen wie eine Oase der Stille mit toller Beleuchtung. Ein weiterer Fußmarsch zum Namdaemun Market um dem Handeln noch ein bisschen nachzugehen bevor wir dann schließlich vollbepackt mit den schweren Rucksäcken für die letzte Nacht ins Badehaus liefen …ne Stunde Schlaf war dann sogar auch drin zwischen schwitzen, schnarchenden Koreanern und weinenden Babys…Aber gelohnt hat sichs!!!
Die Stadt selber ist unglaublich westlich geprägt, ganz anders als China. Mit Englisch kommt man gut durch und an jeder Ecke findet man sehr offene und freundliche Landsleute, die sehr gerne behilflich sind – für uns telefonieren und uns sogar zur Therme führen. Eine solch zuvorkommende Behandlung ist mir als Traveller noch in keinem Land widerfahren.
Fotos: http://picasaweb.google.com/franziska.oberlaender
Sonntag, 23. November 2008
Fechten an der Tsinghua
23.11.2008 Käsespätzle auf Chinesisch...
Ob das wohl Menschen schon vor uns gemacht haben? Man nehme 11 Aachener, 2.5 km Mehl, 10 Eier, Salz, Wasser aus dem Kanister...sammle 3 Herdplatten, Töpfe....und Salat...und gehe in die leere Küche im 6. Stock.
Omi hat mir per Telefon letzte Anweisungen zum Schaben gegeben - kenns ja nur mit der Presse - und schon konnte es losgehen! Käse reiben, Speck würfeln, Zwiebeln schneiden...jeder legte Hand an und das Resultat kann sich wirklich sehen lassen! Feichang hao und haochi, was soviel heißt wie super gut und sehr lecker.
Samstag, 22. November 2008
21.11.2008 - Skorpione schmecken wie Kartoffelchips...
Nach einigen Stunden Literaturrecherche für die Masterarbeit...das erste Mal wars möglich über den RWTH Server ins Netz zu gelangen. Mir war somit erstmal außer zu chinesischer Literatur auch der Zugang zu Englischer und Deutscher möglich! Himmel auf Erden...
Anschließend gings mit dem Rad im Eiltempo zu unsere U-Bahn Station nach Wudaokou, durch den Feierabendverkehr zum Agricultural Centre, weiter zu Lisas Tailor Shop nach Sunlitun. Kostüme anprobieren, ein paar Sachen am Schnitt ändern und modetechnisch beraten...
Wangfujing: Im Süden Pekings gelegen ist es einer der teuersten Einkaufsbereiche - ein riesen Shopping Mall neben dem anderen...von Fälschungen bis Burberry und Louis Vuitton, tutto! Im Wangfujing Bookstore haben wir gestern vergeblich versucht eine Englische oder zuminest für uns lesbare Landkarte oder ein erschwingliches Buch über unser nächstes Reiseziel Seoul zu finden...es war ziemlich lustig - mit Chinesisch, Englisch, Händen und Füßen.
Danach schlenderten wir in der Kälte durch die Pekinger Gourmet Ecke! Eine schier unendliche Essensstandreihe: Obst am Spieß, Fleisch aller Art, Innereien, Suppen, Wraps, Baozi, Jiaozi, Seegetier, Quallen, Schlange, Seidenraupen, Würmer, Seesterne und Skorpione. Seesterne fand ich etwas gewöhnungsbedurftig, die frisch gebratenen Skorpione, die eigentlich wie Kartoffelchips schmecken, waren jedoch um so besser!
Mit unserem Wagemut wurden wir aber auch gleich Fotoobjekt für Chinesen und Ausländer.
Hou Hai: Mit dem Taxi ans Seeviertel. Tanzende Chinesen, welche die uns unbedingt Laser pointer verkaufen wollten und Nein Danke einfach nicht verstehen wollten...kleine Lädchen, Restaurants und Kneipen im Houtong Viertel am Wasser...traumhaft schön! Aufgrund der eisigen Temperaturen setzten wir uns in eine Bar und lauschten einem Chinesischen Gitarristen...bei heißer Schoki.
Meine Rückfahrt alleine im Taxi war jedoch die Ernüchterung. Zuerst sagte der Taxifahrer zu meinem Tsinghua Daxue dong bei men (Uni und Tor) ja, aber dann sollte ich nach einer Zeit nach vorne kommen, was ich schön bleiben ließ! Er kannte den Weg nicht, fragte ständig wo er hinfahren solle...Nachts allein in Beijing...mit Ausweis, einem Studenten am Wegesrand, Telefon Hilfe und meiner Ortskunde fiel ich dann irgendwann mit einem ziemlich hohen Adrenalinspiegel happy und tot müde ins Bett.
Sonntag, 16. November 2008
15.10.-15.11.2008 in Beijing - Klausuren, Karneval und Carmina Burana
Nun könne wir zu den wichtigeren Dingen des Lebens übergehen! Am 11.11. ging ein Schwarm Aachener - natürlich verkleidet - in den Landgrafen, ein deutsches Brauhaus. In der Bahn hatten wir dank Kostümen lauter grinsende Chinesen um uns, aber in der Partyzone angekommen waren durchlebebten wir einen wahren Kulturschock! Kölsche Karnevalsmusik, Reissdorff, chinesische Kellnerinnen im Dirndl und lauter wilde deutsche Partylöwen. Die Karavane feierte bei bester Laune tief in die Nacht! ein paar Nachzügler klingelten mich mitten in der Nacht aus dem Bett - Franzi, wir stecken fest, im Aufzug! Ich wollte es nicht wahr haben, aber nach einer Stunde diskutieren auf Chinesisch waren die Jungs wieder frei.

Heute Abend genossen wir nach einem herrlichen, eiskalten Sonnentag ein Konzert vom Deutschen Chor Peking. Eine unserer Komilitoninnen war mit von der Partie und wir belauschten Carmina Burana, inszeniert von hochkarätigen internationalen Musikern, an der Deutschen Schule.