Samstag, 24. Januar 2009

Harbin und Yabuli - Eisige Kaelte

3 Maedels und 3 Jungs auf dem Weg im hardseater Zug von Peking nach Harbin. Im Schnellzug verbrachten wir am 17.1. 8 Stunden, ueber 1000 km und hatten Spaesschen mit neugierigen kleinen Kindern und anderen Chinesen, die uns mit getrocknetem Fisch fuettern wollten oder Geschichten auf chinesisch erzaehlten. Durch die Chinesische Neujahrswoche sind momentan die Zuege voellig ausgebucht, alle Leute zu ihren Familien nach Hause unterwegs um gemeinsam mit diesen zu feiern. Ganz China reist.
Am 18.1. schlossen wir uns dann unserer chinesischen Reisetruppe an - einen Fehler den wir so schnell nicht mehr machen werden, aber ohne dieses chin. Reisebuero haetten wir fast keine Moeglichkeit gehabt spontan noch in die Kaelte zu fahren. Mit Buspanne, einer gescheiterten Reparatur in Harbins Hinterhoefen - die Bremsen waren kaputt, mussten wir schliesslich den Bus wechseln. Ganz mulmig war uns in dem Bus voller Chinesen nicht, wir verstanden ja fast nichts von den Ansagen des zappeligen Reiseleiters der ohne Punkt und Komma zu reden schien. Zum Glueck sprach mich Jimmy an, ein Pilot aus dem Sueden der mit seiner kleinen Tochter unterwegs war. Die Stadt war grauenvoll, eisige, unvorstellbar schmutzige verdreckte Strassen, gestreut wird mit Asche, alles ist schwarz, heruntergekommen, baufaellig...man kann es kaum in Worte fassen, wir waren entsetzt wie man so leben kann. Die Resiegruppe machte uns viel Stress, aber unsere ganze Wut im Bauch wandelte sich in Angst, als wir auf dem Weg Yabuli zum Skifahren eine riesen Massenkarambulage sahen. Busse, Laster (Gefahrentransport) und PKWs waren kurz von unserer Ankunft ineinander gerauscht. Der Busfahrer fiel im Vorbeifahren tot aus dem Auto, ein grausiger Anblick - unser Entschluss stand, dann auf eigene Faust irdendwie mit dem Zug zurueckzufahren. Nach 6 Studen Fahrt kamen wir schliesslich an. Hotel nach Chinesischen Verhaeltnissen voellig ueberteuert, das Essen, es gab zu jeder Mahlzeit das gleiche seltsame Gemix und schmeckte noch nicht mal Jimmy und seiner Tochter...Ja und das Skifahren, das so tol angekuendigt war, war ein Katzenbuckel hinunterbrausen auf Fasstauben, uralten Skiern, zu Fuss war man schneller oben. Nichts destotrotz machten wir uns noch einen schoenen Tag. Ich brachte einer Komilitonin Skifahren bei und Abends spielten wir mit Jimmy und seiner Tochter Karten. Am naechsten Tag hiess es frueh aufstehen, wir hatten verhandelt in Yabuli Ski zu fahren, auf einem Super Universadegelaende. Oesterreichische Liftanlagen..aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Bedingt durch einen heftigen Schneesturm waren die Lifte gesperrt...wir konnten nicht fahren! NEIN! Am Mittag brachte ich noch meiner chin. Schwester Skifahren bei, die Kleine war richtig suess. Abend, nach Schnee schippen mit dem Ochen gings dann u.a. mit Jimmy und der kleinen nach Harbin im Zug zurueck, wo wir Abends dann das Ice and Snow Festival angeschaut haben. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, ein Gebaeude, ein Kunstwerk nach dem anderen, riesig, beindruckend, wundervoll! Alles aus Eis oder Schnee!!
Am naechsten Tag trafen wir eine Chinesin, und fuhren mit ihr zum Tigerpark. Ab in den Touribus, davor kauften wir noch ein lebendiges Schaf zur Raubtierfuetterung...und fuehren in den Park. 10 Meter im Bus von der Fuetterung entfernt, ich war froh um den Bus mit Gittern! Wurndervolle Tiere, jagdlustig, hungrig...und sooooo viele, bestimmt 200 oder mehr! Ein paar Jaguars haben es mir gesonders angetan. Mittags, gingen wir dann echt urig chinesisch essen, Hotpot auf andere Art, eine Tour durch die Altstadt, wundervoll, alt Russisch...Kathedrale, alles in der eisigen Kaelte. Abends gings dann mit dem Schlafzug zurueck nach Peking, umpacken, aus dem Wohnheim auschecken und ab in den Sueden....

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen