Samstag, 24. Januar 2009

Huangshan und Hangzhou - Schweiz in China

Flug CA1551 von Peking nach Huangshan gecanceled...Uebernachten im Hotel in Peking, am naechsten Morgen dann Flug ergattert nach Huangzhou, 4:30 am aufsehen, zum Flughafen, am Ziel ins Taxi und zum Busbahnhof. Da jegliche Busse des Tages ausgebucht waren, hiess es 269km Taxifahrt nach 4 Stunden Schlaf! Wir durchquerten auf einer genial ausgebauten Autobahn mit vielen Blitzern und 110 kmh die der Scheiz aehnelnden Landschaft. Die Gegend scheint reich und fruchtbar zu sein, huegelig, mit Teeanbau und Landwirtschaft. Alles terrassiert...und dann die ploetzlich ein lautes Holpern, ein paltter Reifen! Ja, wie Gluecksstraehne verfolgte uns wirklich. 4 Aachener Ingenieure standen dann mit Haenden in den Hosentaschen hinter dem Chinesischen Fahrer und erklaerten ihm, wie das Reifenwechseln funktioniert. Rad falschrum drauf, Muttern auch, ohohoh! Und dann war es endlich soweit, nach vielen Serpentinen, Bambusaeldern und einer Wundervollen Pflanzenwelt sahen wir die Berg und Felsen um den Huang Shan, den Gelben Berg. Ehrfurchtsvoll, majestaetisch, wundervoll!
16:30 letzte Seilbahn nach oben, die haben wir auf 10 Minuten noch gemacht...10 Minuten auf 1500 km, das mussten wir erstmal verdauen! Also kamen wir in der Daemmerung schliesslich mit viel Glueck an unserem Ziel an! Zwar war das Hotel mit 2 Stockbetten voellig verschimmelt und durchnaesst, thanks an meinen Schlafsack...aber alleine der Blick am Abend lohnte sich. So ein Berg! Abends machten wir dann schon um 8:30 das Licht aus, wir waren viel zu KO. Um 4:30 am hiess es dann schon wieder raus aus den Schlafsack, aber es war noch kaelter als am Abend. Als wir mit unseren Rucksaecken draussen standen, wussten wir auch warum. Es hatte nicht geschneit, sondern der ganze Nebel war an den Baemen und ueberall festgefrohren. Ein unglaublicher Anblick und eisig kalt. Gefuehlt war die Temperatur durch den starken Winde tiefer als in Harbin. Dick eingemummt frohren wir unglaublich, und stapften mit unsren Trunschuhen zum Gipfel. Die Treppen waren unglaublich glatt und vereist, sodass wir uns ab und zu hinsetzten und froh waren ein Hostel zum aufwaermen fanden. Dort lief uns direkt ein ebenfalls reisender Aachener Chinese ueber den Weg, unglaublich! Die Aussicht war unglaublich, verbunden mit dem Schnee und wir freuten uns auch, als endlich der Nebel aufriss und wir die Umgebung sehen konnten. Um 9 machten wir uns auf den Weg gen Abstieg was schon fast lebendsgefaehrlich war durch die vereisten Treppenstufen. Mit der im Wind schwankenden Oesterreichischen Seilbahn gings wieder ins Tal. Schnatternd warteten wir auf unseren Taxifahrer vom Vortag der uns dann kurz vor 11 abholten um wieder zurueck nach Hangzhou zu kommen. 530 km Taxifahrt fuer 1800 RMB, unglaublich! Gegenueber dem ersten Flug hatten wir sogar noch Geld gespart. In Hangzhou hatten wir ein tolles Hostel 2 Minuten vom West Lake entfernt mitten in der Stadt. Gepaeck abladen, ab auf die Fahrraeder vom Hostel und was zu essen suchen. Von da aus radelten wir auf einen die wundervoll gruene und saubere Stadt ueberschauenden Huegel, besichtigten eine Pagode und schlenderten anschliessend durch die Altstadt. In der Song Dynastie war Hangzhou die groesste Stadt Chinas, Handelszentrum und das hat sich auch im Flair der Stadt niedergeschlagen. Am Wasser unter den Palmen war es wie im Tessin. Der alte Mark hatte alles, kleine Laedchen mit traditionellen Speisen, Kleidung, Schmuck, Ginseng und Tee...Abends gings dann noch in einen Club, als einziges weisses Maedel iss man schon eine Attraktion, die armen Movie Stars! Ich war froh, dass keine Kameras erlaubt waren. Nach ein paar wenigen Stuedchen Schalf war ich auch endlich nicht mehr eingefrohren vo Berg. Dann hiess es schon wieder aufstehen, das beste Fuehstueck seit China essen, der Koch stand extra wegen uns um 5 in der Kueche fuer Kaffee, Toast, Marmelade, Kaese, Spiegelei und Fruecktejoghurt! Flughafen, einchecken, 8 am Flug nach Guangzhou und von dort auf mit dem Zug 2 Stunden nach Hong Kong, unser naechstes Reiseziel. Die Fahrtkarte kostete 169 RMB, unglaublich teuer, wohl um die Chinesen an der Einreise nach HK zu hindern, was selbst auch viel teurer ist als China, aber auch viel viel mehr Auslaender mit sich bringt.
Ein paar andere Komments zu unserer Reise gibts auch unter http://www.derfidi.blogspot.com/

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