Samstag, 24. Januar 2009

Hong Kong ueber Chinesisch Neujahr - London in China

Ein reines Abenteure unser Hostel zu finden, inmitten eines Marktes in der Nathan Road im Kowloon Viertel. In diesem geschaeftigen Viertel sind unglaublich viele kleine Laeden neben Luxushotels und vielen blinkenden Leuchtreklamen. Eigentlich unvorstellbar fuer uns. Der Markt wird hauptsaechlich von Indern und Pakistanis unterhalten, mit Englisch kommt man sehr gut durch, Kantonesisch ist so verschieden zu Mandarin, dass wir es eigentlich nicht verstehen keonnen, ausserdem werden die alten Schriftzeichen verwendet. Die Bevoelkerung ist gegenueber Auslaendern sehr offen, wir hoeren sehr viel Englisch und Deutsch, alle Hautfarben sind vertreten...aber ich fuehle mich doch unter Chinesen viel sicherer als als in diesem pakistani Markt hier.
Leider hatten wir hier durchgaengig 12 bis 15 Grad und Wolken, sodass wir keine Stadtfahrt unternommen haben. Nichts destotrotz haben wir eine Menge gesehen! Viktoria Peak, von dort aus hat man einen grandiosen Ausblick ueber die Stadt, die Hochhaeuser, Inseln, den Urwald und das Meer...Das Nachtleben konnten wir nicht auskosten, Chinesisch Neujahr ist wie Weihnachten in Europa, feiern mit der Familie zu Hause und tote Hose in der Stadt. Viele Geschaefte sind geschlossen. Dafuer haben wir toll Italienisch gegessen in SoHo, einem urigen Viertel auf HK Island und dort einige nette Hongkongnesen kennengelernt, mit denen wir gestern Abend die Neujahrsparde zum Jahr des Ochsen anschauten. Morgen frueh sind wir zum Dim Sum, lokale Spezialitaeten eingeladen und anschliessend werden wir uns zurueck auf den Weg nach Guangzhou machen, um von dort aus nach Guilin zu fliegen, den Beginn unsere Inlandsetappe. Ein Philipino Women Festival, Chinesische Maerkte, westliche Hochhaeuser, Cafes, kleine Chinesische Essensstaedchen, sogar einen Doenerladen gabs...Alles lebt und harmoniert irgendwie auf engstem Raum.
Hong Kong ist wie London in China - teuer verglichen mit dem Festland, frei, die meisten sprechen Englisch, Linksverkehr, tolle rote komfortable Taxis, Strassenbahn und U-Bahn, und alle Shoppingmoeglichkeiten die man sich vorstellen kann. Eine tropische Kopie von London: Madame Tousands,Harvey Nikols, alle grossen Modemarken, alle Fastfood Ketten, Doppeldeckerbusse, freie Presse und internationale Zeitungen...Disneyland..alles was das Herz begehrt. Vieles erinnert an die Kolonialzeit, die meisten Gebaeude mussten aber leider den Hochhaeusern weichen, sodass kein altes Stadtbild mehr vorhanden ist wie beispielsweise im ehemals portugisischen Macao. Ein kleines Konsumvoelkchen das mit neuen schnellen Autos die Serpentinen die Berge hochfaehrt. Heute wollte ich einen Tempel besichtigen, der aber voellig ueberfuellt war - Neujahrs Vorhersehungen zum Ochsenjahr sind wichtig vor einem Feurwerk der Superlative vor der Hong Konger Skyline, grandios! Nur ein Boot ging auch in Flammen auf...Nachdem wir uns Abends noch mit einer chinesischen Tsinghua Studentin getroffen hatten hiess es am Morgen wieder packen, auschecken und unseren Hongkongnesen Rob treffen! Lustiger Typ, er konnte sogar deutsch, da er ein Jahr in Hannover studiert hatte. Er fuehrte uns in einen weiteren mysterioesen Hinterhof, von dorf ging es Treppen empor, es hingen ploetlich all moeglichen Urkunden an der Wand und wir waren angekommen. Ein tolles Dim Sum Restaurant erwartete uns, keine billiger Thailaender oder Pakisani, was wir zuvor versucht hatten. Geniale Snacks mit Seafood, Rind, Schwein, Reis...suess und scharf, einfach genial! Danach dann noch schnell einen Kaffee, Moskito - Deet fuer Vietnam kaufen nd ab in den Zug.

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