Sonntag, 1. Februar 2009

Reisterrassen in Longsheng - Longji



Wochenende. Reisen ist hier anders als gewohnt. Gestern Abend sind wir mit den 3 Parisern zusammen von Yangshuo zurueck nach Guilin gefahren. Bustickets nach Longsheng haben wir erst fuer den darauffolgenden Morgen bekommen, sodass wir einfach wieder ins Dozycat Hostel gingen. Dort sassen wir dann noch genuetlich zusammen oben auf der Dachterrasse und planten die Fahrt nach Longsheng. Der Hostel Boss hatte einen besseren Plan. Er brachte unsere Tickets zurueck und bestellt fuer den naechsten Morgen einen kleinen Bus sowie ein Hostel mitten in den Feldern. Dauert fuer unsere Verhaeltnisse alles viel zu lange, einfach mal ein paar Fakten auf den Tisch gibts halt hier nicht, aber die Infos waren genial und wie haetten sonst eine ewige Anfahrt gahabt und diesen wundervollen Ort nie gefunden. Morgens gabs dann Reiskuchen und Western Breakfast...aber die Fahrt dorthin war weniger lustig. mit 5 Chinesen zu 13 Mann im China Kleinbus, eine Frau musste sich uebergeben, uns war auch allen danach. Serpentinestrassen, tiefe Abhaenge ohne Leitplanken und ein Fahrer der einfach nur auf die Tube drueckte, ob Kurve oder nicht. Das ganze neg zusammengequetscht, knackenden Achsen....nix fuer Ingenieure, aber wir kamen etwas blass aber heil an!
Nach Wegeszoll und natuerlich wieder Eintritt emfiengen und eine Horde traditionell gekleiderter Frauen mit Gepaeck Tragekoerben auf einem Parkplatz. Ab da hiess es Fussmarch mit unserenm ganren gepaeck - bei mir etwas mehr als 20km - die Berge empor zu unserer Herberge.

Donnerstag, 29. Januar 2009

Inlandsetappe Guilin nach Guiyang

Am spaeten Abend Ankunft in Guilin. Am Guangzhouer Flughafen hatten wie ueber China Southern direkt einen Flughafen Shutte zu unseren Hostel klargemacht, um unsere speate Ankunft auf dem Land so unkomlipert wie moeglich zu gestalten. Und als wir ankamen waren wir auch heilfroh! Sehr turbulenter Flug, Nebel, noch schlechteres Wetter - unsere Stimmung war am Boden. Wir wollten eigentlich nur noch Palmen uns Sonne, nach diesen unerwarteten, dauerhaften tiefen Temperaturen. Ewiges warten auf Gepaeck, wir als einzige Langnasen auf einem richtigen Provinzflughafen, nur Schriftzeichen. Der Abholdienst wartete bereits und wir konnten in einem Minibus direkt los, natuerlich alles chinesisch. Nach zweimaligen telefonieren und umherirren fanden sie unser Hostel auch schliesslich - was hatte ich da bloss ausgesucht! Im Hostel stieg dann die Party - ein ustiges israelisches Paerchen, die Betreiber und ein Haufen lustiger Chinesen veranstalteten erstmal eine Fotosession mit uns. Dann gabs Chicken wings in Cola Sauce, heissen Tee...die Tuer nach draussen war natuerlich sperrweit offen, auch wenn die frohren ohne Ende! Irgendwann hiess es dann ab in die Koje - geraeumige Stockbetten im Dozycat und irgendwann wurde mir auch im Schlafsack warm! Am naechsten Morgen dann die Ueberraschung! Das Hostel lag direkt am Fusse eines Karstfelsens, inmitten der traumhaften Karstlandschaft! Geniale Lage ohne Stadtfeeling! Nach Western Breakfast (Chin. Wurst..hihi), Kartencheck und Anregungen aus dem Lonely Planet dann die Entscheidung - eine Stunde Busfahrt nach Yangshuo! Taxi zur Busstation finden, Ticket kaufen, Bus finden!!...in Yangshuo angekommen: Bamboo House finden, und das mit drei hungrigen Jungs...ohoh! Jetzt leben wir genial komfortabel, sogar mit Badewanne mitten in der Altstadt. Wir sind hin und weg von der vertraeumten Landschaft, Wasser, Karstfelsen und kleien urige Haeusen und Einkaufsstrassen, keine Spur mehr von der Grossstadt! Seltsamerweise gibt es hier unzaehlige sehr preiswerte Moeglichkeiten westlich essen zu gehen, muss wohl an den Touriattraktionen liegen, es sind trotz der Abgeschiedenheit einige eher seltsame Langnasen hier. Lokale Spazialiteaten wie Austern und Schnecken neben einem leckeren Steak konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen, die Jungs genossen Spaghetti, Steak und Burger - eher unchinesisch! Sonst schlenderten wir durch die engen Gaesschen, schauten einem Kororanfischer bei der Arbeit zu...und grade checken die Jungs das Nachtleben aus.

http://en.wikipedia.org/wiki/Yangshuo
Hier ein kleiner Vorgeschmack! Nach Fruehstueck in unserem "Stammlokal"- frisch gepresster O-Saft, Kaffe, Broetche, Spiegelei und Muesli schwebten wir schon auf Wolke sieben! So was sollten sie in der Mensa in der Tsinghua zaubern! Strahlend blauer Himmel... und 4 super Mountainbikes warteten auf uns um durch die Pampa zu paesen. Es war allerdings eine Herausforderung vo Yangshuo aus unseren Weg zu finde. Zuerst gings mit ein paar Franzosen zur Butterfly Cage, wo wir direkt mit de Eintrittspreis reingelegt wurden. Fake Tropfsteine, Musik, bunte Beleuchtung und draussen eine Buecke, ein kleier Wasserfall, kuenstlich aneleger Park, eine Fuehrerin die der Chinese Gruppe mit Laufsprechern ohrenbetaeubend Dings "erzeahlte". China halt....Danach gings in lahmem Tempo der Hauptstrasse entlang - ueberladene LKWs, Motoraeder mit 3 oder 4 Mann besetzt und unzaehlige Buse. Die komplette Strasse war eine Allee, immer wieder Strassenhaendeler die Pomelos und Bananen verkauften, ansonsten
Baumschule und reseige Orangenplatagen inmiten der Karstlandschaft. Flosse konnten gemieter werden um sich eine Stunde lang Fluss abwaerts fahren zu lassen. Eine reine Touri Abzocke, 1000 Chin. die Blumenkraenze oder sonstigen verkaufe vollen, Hello riefen... man fuehlt sich halt immer beobachtet und als Star. wir trafen 3 Radelnde Amis die uns den Weg von der Hauptstrasse weg zeigten, um den Moo Mountain herum, einem Berg mit einem Loch in er Mitte. in Dragon Village pausierten wir kurz an einem Inn ud wurden direkt vo einem Canadier gefragt ob wir von der RWTH waeren - scary! Er arbeitet in China. Was einem hier so alles passiert...irgendwie fanden wir dann unseren Weg...quer durch die Doerfer, kleine Weglein und Pfade inmitten einer traumhafte Landschaft und das bei Sonnenschein! Ich konnte mich nicht sattsehen an Wasserbueffeln, kaempfenden Bullen, kleinen Ferkeln, Katzen, Huehnern (in dem Dorf haben wir einer Life-schlachtung zugesehen, koscher..)...kleinen Kindern, Alten Menschen....Karten spielende alte Maenner, das komplette Dorfleben, in den kleinen Behausungen war allerdings sehr oft ei laufender Fernseher zu sehen, Strom war vorhanden. Ein deutsches Paerchen hatte einen platten Reife, mitten in der Pampa...Die Vegetatio hier ist unglaublich ueppig! Palmen, Bambus, riesige Reisfelder entlang des Flusses, Organgenplantagen, Oleander, Pomelo-Heine...und sehr viele andere exotische Pflanzen.
Kulinarisch liessen wir es uns nach der Radtour auch gut gehen! Tuna Salad, Beer Fish, die lokale Spazialitaet, Gemuese, Fries und ein Radler! Und jetzt ermal, nach ein bissche Stadtbummel, Pub und kennenleren von mehr Reisenden, eine heisse Badewanne.

Samstag, 24. Januar 2009

Hong Kong ueber Chinesisch Neujahr - London in China

Ein reines Abenteure unser Hostel zu finden, inmitten eines Marktes in der Nathan Road im Kowloon Viertel. In diesem geschaeftigen Viertel sind unglaublich viele kleine Laeden neben Luxushotels und vielen blinkenden Leuchtreklamen. Eigentlich unvorstellbar fuer uns. Der Markt wird hauptsaechlich von Indern und Pakistanis unterhalten, mit Englisch kommt man sehr gut durch, Kantonesisch ist so verschieden zu Mandarin, dass wir es eigentlich nicht verstehen keonnen, ausserdem werden die alten Schriftzeichen verwendet. Die Bevoelkerung ist gegenueber Auslaendern sehr offen, wir hoeren sehr viel Englisch und Deutsch, alle Hautfarben sind vertreten...aber ich fuehle mich doch unter Chinesen viel sicherer als als in diesem pakistani Markt hier.
Leider hatten wir hier durchgaengig 12 bis 15 Grad und Wolken, sodass wir keine Stadtfahrt unternommen haben. Nichts destotrotz haben wir eine Menge gesehen! Viktoria Peak, von dort aus hat man einen grandiosen Ausblick ueber die Stadt, die Hochhaeuser, Inseln, den Urwald und das Meer...Das Nachtleben konnten wir nicht auskosten, Chinesisch Neujahr ist wie Weihnachten in Europa, feiern mit der Familie zu Hause und tote Hose in der Stadt. Viele Geschaefte sind geschlossen. Dafuer haben wir toll Italienisch gegessen in SoHo, einem urigen Viertel auf HK Island und dort einige nette Hongkongnesen kennengelernt, mit denen wir gestern Abend die Neujahrsparde zum Jahr des Ochsen anschauten. Morgen frueh sind wir zum Dim Sum, lokale Spezialitaeten eingeladen und anschliessend werden wir uns zurueck auf den Weg nach Guangzhou machen, um von dort aus nach Guilin zu fliegen, den Beginn unsere Inlandsetappe. Ein Philipino Women Festival, Chinesische Maerkte, westliche Hochhaeuser, Cafes, kleine Chinesische Essensstaedchen, sogar einen Doenerladen gabs...Alles lebt und harmoniert irgendwie auf engstem Raum.
Hong Kong ist wie London in China - teuer verglichen mit dem Festland, frei, die meisten sprechen Englisch, Linksverkehr, tolle rote komfortable Taxis, Strassenbahn und U-Bahn, und alle Shoppingmoeglichkeiten die man sich vorstellen kann. Eine tropische Kopie von London: Madame Tousands,Harvey Nikols, alle grossen Modemarken, alle Fastfood Ketten, Doppeldeckerbusse, freie Presse und internationale Zeitungen...Disneyland..alles was das Herz begehrt. Vieles erinnert an die Kolonialzeit, die meisten Gebaeude mussten aber leider den Hochhaeusern weichen, sodass kein altes Stadtbild mehr vorhanden ist wie beispielsweise im ehemals portugisischen Macao. Ein kleines Konsumvoelkchen das mit neuen schnellen Autos die Serpentinen die Berge hochfaehrt. Heute wollte ich einen Tempel besichtigen, der aber voellig ueberfuellt war - Neujahrs Vorhersehungen zum Ochsenjahr sind wichtig vor einem Feurwerk der Superlative vor der Hong Konger Skyline, grandios! Nur ein Boot ging auch in Flammen auf...Nachdem wir uns Abends noch mit einer chinesischen Tsinghua Studentin getroffen hatten hiess es am Morgen wieder packen, auschecken und unseren Hongkongnesen Rob treffen! Lustiger Typ, er konnte sogar deutsch, da er ein Jahr in Hannover studiert hatte. Er fuehrte uns in einen weiteren mysterioesen Hinterhof, von dorf ging es Treppen empor, es hingen ploetlich all moeglichen Urkunden an der Wand und wir waren angekommen. Ein tolles Dim Sum Restaurant erwartete uns, keine billiger Thailaender oder Pakisani, was wir zuvor versucht hatten. Geniale Snacks mit Seafood, Rind, Schwein, Reis...suess und scharf, einfach genial! Danach dann noch schnell einen Kaffee, Moskito - Deet fuer Vietnam kaufen nd ab in den Zug.

Huangshan und Hangzhou - Schweiz in China

Flug CA1551 von Peking nach Huangshan gecanceled...Uebernachten im Hotel in Peking, am naechsten Morgen dann Flug ergattert nach Huangzhou, 4:30 am aufsehen, zum Flughafen, am Ziel ins Taxi und zum Busbahnhof. Da jegliche Busse des Tages ausgebucht waren, hiess es 269km Taxifahrt nach 4 Stunden Schlaf! Wir durchquerten auf einer genial ausgebauten Autobahn mit vielen Blitzern und 110 kmh die der Scheiz aehnelnden Landschaft. Die Gegend scheint reich und fruchtbar zu sein, huegelig, mit Teeanbau und Landwirtschaft. Alles terrassiert...und dann die ploetzlich ein lautes Holpern, ein paltter Reifen! Ja, wie Gluecksstraehne verfolgte uns wirklich. 4 Aachener Ingenieure standen dann mit Haenden in den Hosentaschen hinter dem Chinesischen Fahrer und erklaerten ihm, wie das Reifenwechseln funktioniert. Rad falschrum drauf, Muttern auch, ohohoh! Und dann war es endlich soweit, nach vielen Serpentinen, Bambusaeldern und einer Wundervollen Pflanzenwelt sahen wir die Berg und Felsen um den Huang Shan, den Gelben Berg. Ehrfurchtsvoll, majestaetisch, wundervoll!
16:30 letzte Seilbahn nach oben, die haben wir auf 10 Minuten noch gemacht...10 Minuten auf 1500 km, das mussten wir erstmal verdauen! Also kamen wir in der Daemmerung schliesslich mit viel Glueck an unserem Ziel an! Zwar war das Hotel mit 2 Stockbetten voellig verschimmelt und durchnaesst, thanks an meinen Schlafsack...aber alleine der Blick am Abend lohnte sich. So ein Berg! Abends machten wir dann schon um 8:30 das Licht aus, wir waren viel zu KO. Um 4:30 am hiess es dann schon wieder raus aus den Schlafsack, aber es war noch kaelter als am Abend. Als wir mit unseren Rucksaecken draussen standen, wussten wir auch warum. Es hatte nicht geschneit, sondern der ganze Nebel war an den Baemen und ueberall festgefrohren. Ein unglaublicher Anblick und eisig kalt. Gefuehlt war die Temperatur durch den starken Winde tiefer als in Harbin. Dick eingemummt frohren wir unglaublich, und stapften mit unsren Trunschuhen zum Gipfel. Die Treppen waren unglaublich glatt und vereist, sodass wir uns ab und zu hinsetzten und froh waren ein Hostel zum aufwaermen fanden. Dort lief uns direkt ein ebenfalls reisender Aachener Chinese ueber den Weg, unglaublich! Die Aussicht war unglaublich, verbunden mit dem Schnee und wir freuten uns auch, als endlich der Nebel aufriss und wir die Umgebung sehen konnten. Um 9 machten wir uns auf den Weg gen Abstieg was schon fast lebendsgefaehrlich war durch die vereisten Treppenstufen. Mit der im Wind schwankenden Oesterreichischen Seilbahn gings wieder ins Tal. Schnatternd warteten wir auf unseren Taxifahrer vom Vortag der uns dann kurz vor 11 abholten um wieder zurueck nach Hangzhou zu kommen. 530 km Taxifahrt fuer 1800 RMB, unglaublich! Gegenueber dem ersten Flug hatten wir sogar noch Geld gespart. In Hangzhou hatten wir ein tolles Hostel 2 Minuten vom West Lake entfernt mitten in der Stadt. Gepaeck abladen, ab auf die Fahrraeder vom Hostel und was zu essen suchen. Von da aus radelten wir auf einen die wundervoll gruene und saubere Stadt ueberschauenden Huegel, besichtigten eine Pagode und schlenderten anschliessend durch die Altstadt. In der Song Dynastie war Hangzhou die groesste Stadt Chinas, Handelszentrum und das hat sich auch im Flair der Stadt niedergeschlagen. Am Wasser unter den Palmen war es wie im Tessin. Der alte Mark hatte alles, kleine Laedchen mit traditionellen Speisen, Kleidung, Schmuck, Ginseng und Tee...Abends gings dann noch in einen Club, als einziges weisses Maedel iss man schon eine Attraktion, die armen Movie Stars! Ich war froh, dass keine Kameras erlaubt waren. Nach ein paar wenigen Stuedchen Schalf war ich auch endlich nicht mehr eingefrohren vo Berg. Dann hiess es schon wieder aufstehen, das beste Fuehstueck seit China essen, der Koch stand extra wegen uns um 5 in der Kueche fuer Kaffee, Toast, Marmelade, Kaese, Spiegelei und Fruecktejoghurt! Flughafen, einchecken, 8 am Flug nach Guangzhou und von dort auf mit dem Zug 2 Stunden nach Hong Kong, unser naechstes Reiseziel. Die Fahrtkarte kostete 169 RMB, unglaublich teuer, wohl um die Chinesen an der Einreise nach HK zu hindern, was selbst auch viel teurer ist als China, aber auch viel viel mehr Auslaender mit sich bringt.
Ein paar andere Komments zu unserer Reise gibts auch unter http://www.derfidi.blogspot.com/

Harbin und Yabuli - Eisige Kaelte

3 Maedels und 3 Jungs auf dem Weg im hardseater Zug von Peking nach Harbin. Im Schnellzug verbrachten wir am 17.1. 8 Stunden, ueber 1000 km und hatten Spaesschen mit neugierigen kleinen Kindern und anderen Chinesen, die uns mit getrocknetem Fisch fuettern wollten oder Geschichten auf chinesisch erzaehlten. Durch die Chinesische Neujahrswoche sind momentan die Zuege voellig ausgebucht, alle Leute zu ihren Familien nach Hause unterwegs um gemeinsam mit diesen zu feiern. Ganz China reist.
Am 18.1. schlossen wir uns dann unserer chinesischen Reisetruppe an - einen Fehler den wir so schnell nicht mehr machen werden, aber ohne dieses chin. Reisebuero haetten wir fast keine Moeglichkeit gehabt spontan noch in die Kaelte zu fahren. Mit Buspanne, einer gescheiterten Reparatur in Harbins Hinterhoefen - die Bremsen waren kaputt, mussten wir schliesslich den Bus wechseln. Ganz mulmig war uns in dem Bus voller Chinesen nicht, wir verstanden ja fast nichts von den Ansagen des zappeligen Reiseleiters der ohne Punkt und Komma zu reden schien. Zum Glueck sprach mich Jimmy an, ein Pilot aus dem Sueden der mit seiner kleinen Tochter unterwegs war. Die Stadt war grauenvoll, eisige, unvorstellbar schmutzige verdreckte Strassen, gestreut wird mit Asche, alles ist schwarz, heruntergekommen, baufaellig...man kann es kaum in Worte fassen, wir waren entsetzt wie man so leben kann. Die Resiegruppe machte uns viel Stress, aber unsere ganze Wut im Bauch wandelte sich in Angst, als wir auf dem Weg Yabuli zum Skifahren eine riesen Massenkarambulage sahen. Busse, Laster (Gefahrentransport) und PKWs waren kurz von unserer Ankunft ineinander gerauscht. Der Busfahrer fiel im Vorbeifahren tot aus dem Auto, ein grausiger Anblick - unser Entschluss stand, dann auf eigene Faust irdendwie mit dem Zug zurueckzufahren. Nach 6 Studen Fahrt kamen wir schliesslich an. Hotel nach Chinesischen Verhaeltnissen voellig ueberteuert, das Essen, es gab zu jeder Mahlzeit das gleiche seltsame Gemix und schmeckte noch nicht mal Jimmy und seiner Tochter...Ja und das Skifahren, das so tol angekuendigt war, war ein Katzenbuckel hinunterbrausen auf Fasstauben, uralten Skiern, zu Fuss war man schneller oben. Nichts destotrotz machten wir uns noch einen schoenen Tag. Ich brachte einer Komilitonin Skifahren bei und Abends spielten wir mit Jimmy und seiner Tochter Karten. Am naechsten Tag hiess es frueh aufstehen, wir hatten verhandelt in Yabuli Ski zu fahren, auf einem Super Universadegelaende. Oesterreichische Liftanlagen..aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Bedingt durch einen heftigen Schneesturm waren die Lifte gesperrt...wir konnten nicht fahren! NEIN! Am Mittag brachte ich noch meiner chin. Schwester Skifahren bei, die Kleine war richtig suess. Abend, nach Schnee schippen mit dem Ochen gings dann u.a. mit Jimmy und der kleinen nach Harbin im Zug zurueck, wo wir Abends dann das Ice and Snow Festival angeschaut haben. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, ein Gebaeude, ein Kunstwerk nach dem anderen, riesig, beindruckend, wundervoll! Alles aus Eis oder Schnee!!
Am naechsten Tag trafen wir eine Chinesin, und fuhren mit ihr zum Tigerpark. Ab in den Touribus, davor kauften wir noch ein lebendiges Schaf zur Raubtierfuetterung...und fuehren in den Park. 10 Meter im Bus von der Fuetterung entfernt, ich war froh um den Bus mit Gittern! Wurndervolle Tiere, jagdlustig, hungrig...und sooooo viele, bestimmt 200 oder mehr! Ein paar Jaguars haben es mir gesonders angetan. Mittags, gingen wir dann echt urig chinesisch essen, Hotpot auf andere Art, eine Tour durch die Altstadt, wundervoll, alt Russisch...Kathedrale, alles in der eisigen Kaelte. Abends gings dann mit dem Schlafzug zurueck nach Peking, umpacken, aus dem Wohnheim auschecken und ab in den Sueden....

Dienstag, 13. Januar 2009

Reisefieber!!!

Reiseapotheke gepackt? Malaria und Kohletabletten, Einwegspritzen, Mückennetz, Verbände....wos uns hinverschlägt?
vom 17.Januar bis zum 21.Februar 2009 bin ich duch China und Vietnam unterwegs. Der grobe Plan sieht folgendermaßen aus:

17.1.-21.1. Harbin: Skifahren Yabuli, Eisfest, Tigerpark
21.1. von Peking nach Huangshan
22.1. Bergbesteigung Huangshan
23.1. Hangzhou zurück
24.1. nach Guangzhou dann nach Hongkong
25.1.- 27.1. HongKong, Macao (Chinesisches Neujahr)
28.1. nach Guilin
29.1.-6.2. Karstlandschaften, Brücke, Miao Dörfer…
6.2. Guiyang nach Nanning
7.2.-14.2. Vietnam - Hanoi, Ha Long Bay…
15.2. Nanning nach Chengdu
16.2.-21.2. Provinz Sichuan
21.2. Chengdu nach Peking

Eine Reise in den verschiedensten Klimazonen, unsere Rucksäcke als ständige Begleiter: zu sechst, zu viert und zu zweit, je nach Etappe. Gepäckoptimierung ist grade das Thema, was brauchen wir wo! -30 Grad in Harbin und bis zu 25 Grad in Vietnam. Bei der Wahl unserer Fortbewegungsmittel mussten wir aufgrund des Chinesischen Neujahrsfestes einige Einschränkungen machen- ganz China reist und Zugtickets sind beinahe ein Ding der Unmöglichkeit, oder aber laut unserer Professoren: in einen Wagen für 100 Mann werden 200 gepfärcht, auf die Toilette zu gehen sollte man tunlichst nicht oder eben mind. eine Stunde vorher planen...Die großen Strecken werden per Luftweg erledigt, die anderen möchten wir zu Fuß, mit Zug, Bus und Taxen bewältigen. Die Nächte werde wir in Hostels verbringen, mit denen wir bisweilen in China ehr gute Erfahrungen gemacht haben. Die Gelegenheit mal was in den Blog zu schreiben, wird sich sicher auch finden. Bezüglich e-mails werde ich nur die hier im blog genannte Addy abrufen können.
Gerade sind wir alle noch ziehmlich mit der Uni sowie der Reiseplanung beschäftigt und freuen uns schon riesig auf diese spannende Reise, jeden Tag an einem anderen Ort und nicht so behütet wie an der Uni. Auf dieser Studienreise werden wir hoffentlich das echte China besser kennen und verstehen lernen!

Freitag, 19. Dezember 2008

圣诞快乐! Shèngdàn kuàilè! Frohe Weihnachten!


...so heißt das auf Chinesisch! Davon bekommen wir hier momentan allerdings nicht viel mit! Hier an der Tsinghua University geht’s rund. Wir RWTH Studies kommen grade fast nicht mehr aus dem Malochen,…Master Arbeit Proposal, Reports, Projekte und 2 Klausuren an Weihnachten! Was ist Weihnachten ohne Baum, Weihnachtsmarkt, Glühwein…? Wir werden aber in den Gottesdienst der Deutschen Botschaft gehen und hinterher in Schindlers Tankstelle etwas Deutsches Essen. Nach dem ganzen Reis eine sehnsüchtig erwartete Abwechslung...
http://www.vdi-nachrichten.com/_framework/VDIV_XMAS.html